Gestaunt: Walmart killt ShippingPass

Nach nur einem halben Jahr hat Walmart seinen ShippingPass genannten Service, der für eine Jahresgebühr von 49 Dollar Gratis-Lieferung in zwei Tagen für beliebig viele Sendungen versprach, wieder eingestellt.

Schön für den Kunden – schön doof für Walmart. Wieso? Nun, ShippingPass hätte eine Antwort auf AmazonPrime sein können. War es natürlich nicht, weil man sich – schon vom Namen her – ausschließlich auf Lieferung fokussierte. Während Prime mittlerweile das ausgereifteste und umfassendste Kundenbindungsprogramm ist, dass ich kenne: Mit Streaming Video, Streaming Music, Photos, Cloud Speicherplatz und, und, und hält Amazon seine Kunden in einem goldenen Käfig gefangen. Mit dem Effekt, dass der gemeine Prime-Kunde (so wie ich) seine Shopping-Trips grundsätzlich bei Amazon startet und Preise nur noch innerhalb von Amazon vergleicht.

All das hätte Walmart haben können. Und nur Walmart wäre ob seiner Größe auch in der Lage gewesen, tatsächlich so etwas aufzubauen. Aber gut, 3-Mrd.-Einkauf Marc Lore hat da wohl etwas kurzfristiger gedacht.

Schade.